21/09/2026 - 10:15
SPÖ hochgradig überrascht und verwundert über Personalentscheidung rund um Wolfgang Mayer.

Die Entscheidung von Landeshauptfrau Karoline Edtstadler, Wolfgang Mayer zum Nachfolger von Stefan Schnöll zu machen, sorgt bei der SPÖ Salzburg für große Verwunderung. Sowohl die politische Signalwirkung als auch die Ressortverteilung werfen aus Sicht der Salzburger SPÖ Fragen auf.
Keine Entscheidung für Brückenbauer und Zusammenhalt!
„Wer die politische Debatte der vergangenen Jahre verfolgt hat, wird Wolfgang Mayer wohl kaum als Integrationsfigur in Erinnerung haben. Der neue Landeshauptfrau-Stellvertreter hat gedroht die SPÖ Salzburg mehrfach anzuzeigen, Peter Eder im Zuge der Diskussion rund um das ,Kopfverbot' öffentlich attackiert und selbst friedliche Proteste gegen die Abschaffung des Pflegebonus wiederholt herabgewürdigt. Das ist keine Vorgeschichte, die für Dialog und Zusammenarbeit spricht. Stefan Schnöll stand über viele Jahre für Verlässlichkeit, Verantwortung und einen klaren Zugang zu Ordnung und Sicherheit. Gerade deshalb überrascht die nun getroffene Nachfolgelösung umso mehr“, so Landesgeschäftsführer Gerald Forcher.
„Stefan Schnöll kämpfte bis zuletzt konsequent gegen Alkohol am Steuer und machte sich mit seinem Einsatz für mehr Verkehrssicherheit weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen. Angesichts dessen kann man nur verwundert sein, dass ausgerechnet diese Agenden nun an Wolfgang Mayer übertragen werden“, so Gerald Forcher.
Wer Gesundheit verantwortet, braucht Kompetenz vom ersten Tag an!
SPÖ-Landesparteivorsitzender Peter Eder sieht vor allem die Übertragung des Gesundheitsressorts kritisch.
„Die Ernennung von Wolfgang Mayer und die Übernahme des Gesundheitsressorts ist für viele Menschen, die auf ein funktionierendes Pflege- und Gesundheitssystem angewiesen sind, schwer nachvollziehbar. Wir kämpfen mit langen Wartezeiten, personellen Herausforderungen und einer angespannten finanziellen Situation im Gesundheitsbereich. Gerade deshalb hätte es jemanden gebraucht, der bereits tief in die Materie eingearbeitet ist“, betont Peter Eder.
Besonders kritisch sieht die SPÖ, dass das Gesundheitsressort Daniela Gutschi entzogen wird.
„Daniela Gutschi hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit den Herausforderungen im Gesundheitsbereich beschäftigt und war in die laufenden Prozesse eingebunden. Dieses Ressort nun aus der Hand zu nehmen und an jemanden ohne erkennbare Vorerfahrung im Gesundheitswesen zu übertragen, ist kein Zeichen dafür, dass die Landesregierung die Probleme ausreichend ernst nimmt. Gesundheit und Pflege sind zu wichtig für politische Experimente“, so der Landesparteivorsitzende Peter Eder.
Die Bewährungsprobe beginnt ab Tag eins!
„Die Herausforderungen in Gesundheit und Pflege sind enorm. Die Menschen erwarten sich Lösungen bei Wartezeiten, beim Fachkräftemangel und bei der langfristigen Absicherung der Versorgung. Die heutige Entscheidung wirft viele Fragen auf. Jetzt liegt es an der Landesregierung zu beweisen, dass sie darauf auch die richtigen Antworten hat“, erklärt Peter Eder abschließend.






















